Grußwort

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Übergewicht und Adipositas gehören zu den drängenden Themen unserer Zeit. Das hat nicht nur mit der immer weiter steigenden Prävalenz in allen Altersschichten zu tun, sondern auch mit den zahlreichen Begleit- und Folgeerkrankungen. Bei der Bekämpfung von Übergewicht und Adipositas gehört die bariatrische Chirurgie zu den effektivsten Me­thoden (Magenband, Schlauchmagen, Magen­bypass oder bilio­pank­reatische Teilung). Die Ergebnisse reichen von massivem Gewichtsverlust, Senkung der mit Fettleibigkeit assoziierten Begleiterkrankungen, Verbesserung des Allgemeinzustandes bis hin zur Verbesserung der psychischen Gesamtsituation und Lebensqualität. Das Resultat ist eine deutliche Verbesserung der Lebenserwartung. Das Behandlungsziel heute ist also nicht nur die Reduktion der klassischen Risiken der Adipositas, sondern auch die Therapie der übergewichtsbedingten Stoffwechselstörungen, allen voran des Diabetes mellitus Typ 2 (metabolische Chirurgie).

Ein unerwünschter Nebeneffekt der bariatrischen Chirurgie ist das Verbleiben großer Anteile überschüssiger, schlaff herabhängender Haut. Hierbei fällt die Entfernung dieser überschüssigen Haut im Sinne von Straffungsoperationen traditionell in das Fachgebiet der Plastischen Chirurgie. Bei den korrigierenden Eingriffen handelt es sich sowohl um größere operative Maßnahmen (oberes und unteres Bodylift, Belt-Abdominoplasty) als auch minimal invasive Eingriffe (Liposuktion) zur Korrektur lokalisierter Problemfelder.

Wir möchten Sie zu unserem Symposium am 26.–27.11.2010 herzlich einladen. Diese Veranstaltung ist nicht nur für Chirurgen und Plas­tische Chirurgen interessant, sondern soll alle mit der Adipositas befassten medizinischen Disziplinen ansprechen. Wir haben bewusst die bariatrischen und postbariatrischen Operationsverfahren in einem Symposium zusammengefasst, um allen Beteiligten eine Übersicht über die zurzeit adäquaten chirurgischen Behandlungen und Therapiekonzepte zu geben.

PD Dr. med. G. Meyer

Prof. Dr. med. C. Heitmann

Prof. Dr. med. A.-M. Feller