+++ Der Kongress ist mit insgesamt 18 Punkten zertifiziert. +++

Grußworte

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir laden Sie herzlich zum 5. Kongress der Deutschen Alzheimer Gesellschaft nach Erfurt ein. Unter dem Motto „Aktiv für Demenzkranke“ wenden wir uns an die Betroffenen und ihre Angehörigen, an diejenigen, die haupt- und ehrenamtlich in der Beratung, Betreuung, Pflege und Therapie tätig sind, sowie an alle, die sich informieren möchten.

Heute leben etwa 1,1 Millionen Menschen mit Demenzerkrankungen in Deutschland. Ungefähr 60% davon leiden an einer Demenz vom Alzheimer Typ. Ihre Zahl wird bis 2050 auf 2,6 Millionen steigen, sofern kein Durchbruch in der Therapie gelingt.

Auch wenn Demenzerkrankungen nicht heilbar sind, können doch Anstrengungen in vielen Bereichen die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Familien entscheidend verbessern. Das betrifft etwa die frühe Diagnose und medizinische Betreuung, die vielfältigen Formen der nicht-medikamentösen Therapie und Unterstützung, Beratung, niedrigschwellige Angebote, die Versorgung in Pflegeheimen und die Schaffung neuer Wohn- und Lebensformen. Auch die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen müssen verbessert werden.

Die pflegenden Angehörigen müssen umfassender unterstützt und Selbsthilfe und Ehrenamt gefördert werden. Nicht zuletzt gilt es stärker auf die Stimmen der Menschen mit Demenz hören.

Zu allen diesen Punkten gibt es gute Konzepte und praktische Erfahrungen. Darüber wollen wir uns auf dem Kongress austauschen, in den Veranstaltungen wie auch in den vielen persönlichen Begegnungen.

Die Umsetzung der Wünsche der Menschen mit Demenz sind der Maßstab und die Richtschnur für unsere Aktivitäten.

Heike von Lützau-Hohlbein
1. Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V.
Selbsthilfe Demenz


Sehr geehrte Damen und Herren,

als Schirmherrin des heutigen Kongresses der Deutschen Alzheimer Gesellschaft möchte ich Sie auf diesem Weg ganz herzlich begrüßen und Ihnen meine besten Wünsche für ein gutes Gelingen übermitteln.

In einem Gedicht, das mir aus dem Altenzentrum „Haus am Dolzer Teich“ in Detmold zugeleitet wurde, heißt es: „Was ist mit mir los, ich kann nicht mehr denken, dabei möchte ich noch soviel Liebe verschenken“. Dieser Satz hat mich sehr bewegt, beschreibt er doch eindringlich Gefühle und Sehnsüchte der Demenzkranken.

Denn Demenzkranke wollen mit uns kommunizieren. Sie brauchen unsere Aufmerksamkeit. Deshalb ist es so wichtig, dass betreuende Personen einfühlsam regieren, zuhören und nachfragen können, um Verhaltensweisen zu verstehen und Wünsche zu erfüllen.

Mir ist es ein großes Anliegen, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern aber auch die pflegende Angehörige zu entlasten. Deshalb habe ich gerne die Schirmherrschaft für diesen Kongress übernommen, der unter dem Motto steht „Aktiv für Demenzkranke“.

Der Kongress soll helfen, vorhandenes Wissen in die Breite zu tragen und sich stark zu machen für ein Ende der Distanz gegenüber Demenz. Fachvorträge, Diskussionen, aber auch Erlebnisberichte Betroffener und deren Angehöriger werden dazu führen, wichtige Impulse für eine neue Kultur des Umgangs mit der Krankheit Demenz zu setzen.

Je mehr Öffentlichkeit wir für das Thema Demenz schaffen können, desto besser wird es gelingen, Verständnis, Zuwendungen und Hilfsbereitschaft in unserer Gesellschaft für Betroffene und deren Familien zu wecken.

Ich kann Sie als Teilnehmerinnen und Teilnehmer daher nur ermutigen: Tragen sie gute Beispiele in die Breite. Helfen Sie mit, Vertreterinnen und Vertreter aus allen Bereichen unserer Gesellschaft für die Erwartungen Demenzkranker und ihrer Familien zu sensibilisieren.

Ursula von der Leyen
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend


Sehr geehrte Damen und Herren,

herzliche Grüße allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des 5. Kongresses der Deutschen Alzheimer Gesellschaft in Erfurt! Gern habe ich die Schirmherrschaft über den Kongress übernommen, der unter dem Motto „Aktiv für Demenzkranke“ stattfindet. Eine wichtige dreitägige Veranstaltung: Sie bringt Betroffene und Angehörige mit Ärzten, Pflegern und Sozialarbeitern in Kontakt.

Mit zahlreichen Fachvorträgen, Workshops und Podiumsdiskussionen bietet der Kongress ein breitgefächertes Programm für die erwarteten 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Ich bin überzeugt: Diese Tagung gibt wichtige Impulse für den Umgang mit Alzheimer, der „Krankheit des Vergessens“, eine Krankheit, die – 100 Jahre nach ihrer Entdeckung – leider immer noch nicht heilbar ist. Umso wichtiger ist es, dass wir uns auf die frühzeitige Diagnose, Beratung und lebenspraktische Unterstützung konzentrieren. Der Kongress leistet dazu einen maßgeblichen Beitrag.

Antoine de Saint-Exupéry hat einmal gesagt: „Nächstenliebe besteht nicht darin, in den anderen hereinzustarren, sondern darin, gemeinsam nach vorn zu blicken.“ Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 5. Kongresses der Deutschen Alzheimer Gesellschaft blicken nach vorn, weil sie den Alltag der Betroffenen und ihrer Familien ein Stück weit lebenswerter machen wollen. Für diese Aufgabe wünsche ich Ihnen viel Kraft! Der Veranstaltung einen guten, erfolgreichen Verlauf!

Dieter Althaus
Ministerpräsident des Landes Thüringen


Sehr geehrte Damen und Herren,

herzlich willkommen in Erfurt. Ich freue mich, dass sich die Deutsche Alzheimer Gesellschaft dafür entschieden hat, ihren fünften Kongress in der Landeshauptstadt Thüringens durchzuführen. Leider ist es mir als Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit nicht möglich, persönlich an der Veranstaltung teilzunehmen. Ich möchte deshalb auf diesem Wege die Gelegenheit nutzen, einige Worte an Sie zu richten.

Am 1. Juli 2008 ist das „Gesetz zur strukturellen Weiterentwicklung der Pflegeversicherung“ in Kraft getreten. Ein Schwerpunkt der Pflegereform war die Versorgung Demenzkranker zu verbessern. Das hier dringender Handlungsbedarf angezeigt war, hatte nicht zuletzt der Pflegebericht 2007 offenbart. Aus diesem Grund sind die Rahmenbedingungen für die Pflege an Demenz erkrankter Menschen maßgeblich verbessert worden. Die betrifft zum einen die finanzielle Unterstützung für die Betreuung zu Hause als auch die Erhöhung der zur Verfügung stehenden Finanzmittel für den erhöhten Betreuungsaufwand Demenzkranker in Pflegeheimen.

Natürlich können in diesen Maßnahmen nur erste Schritte in die richtige Richtung gesehen werden. Ein Blick auf die Zahlen verdeutlicht dies. Gegenwärtig sind in Deutschland über eine Million Menschen an Demenz oder ihrer Sonderform Alzheimer erkrankt. Pro Jahr kommen zirka 200.000 Neuerkrankungen hinzu. Für das Jahr 2030 werden 2,5 Millionen Demenzkranke prognostiziert. Diese Perspektive bedeutet eine große Herausforderung für die Pflegeversicherung, aber auch für die gesamte Gesellschaft.

Insofern begrüße ich das Engagement der Deutschen Alzheimer Gesellschaft und der dazugehörigen Landesverbände, die durch ihre Öffentlichkeitsarbeit nachhaltig auf diese Entwicklung aufmerksam machen und gleichzeitig durch Veranstaltungen wie den hiesigen Kongress über das Thema informieren und aktuelle Handlungsfelder aufzeigen. Ein Blick in das umfangreiche und vielfältige Tagungsprogramm bestätigt dies.

Es wird in den nächsten Jahren entscheidend darauf ankommen, die existierenden Pflegeangebote für Demenzkranke noch besser zu vernetzen, um auch in Zukunft eine flächendeckende Versorgung zu garantieren. Dazu gehört auch die Zusammenarbeit einzelner Berufsgruppen weiter auszubauen. Die aktuelle Diskussion um den Einsatz Langzeitarbeitsloser in der Pflege muss einer soliden Grundlage zugeführt werden. Dazu gehört eine entsprechende Qualifikation dieser Menschen als Pflegeassistent/in wie auch die Sicherstellung einer dauerhaften Beschäftigung, da gerade Demenzerkrankte einer vertrauten Bezugsperson bedürfen.

In diesem Sinne wünsche ich dem 5. Kongress der Deutschen Alzheimer Gesellschaft einen guten Verlauf und spannende Diskussionen.

Christine Lieberknecht
Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit


Verehrte Kongressteilnehmerinnen und -teilnehmer,

zum 5. Kongress der Deutschen Alzheimer Gesellschaft heiße ich Sie herzlich in der Landeshauptstadt des Freistaates Thüringen willkommen. Ich freue mich, dass diese wichtige Tagung in diesem Jahr in Erfurt stattfindet.

Mit Ihrem Kongress, der in diesem Jahr unter dem Motto „Aktiv für Demenzkranke“ steht, machen Sie auf ein Krankheitsbild aufmerksam, dass angesichts der demografischen Entwicklung immer mehr an Bedeutung gewinnt. Demenzerkrankungen nehmen zu und sie stellen nicht nur eine Heraus­forderung für die Betroffenen und ihre Verwandten selbst dar, sondern auch für das Kranken- und Pflegewesen und die Politik – sie sind eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung.

Darum ist auch Ihr Kongress von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung, Betroffene und Angehörige sind ebenso willkommen, wie Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten oder auch Mitarbeiter beratender Institutionen. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft ist ein kompetenter und gefragter Ansprechpartner. Der in Erfurt ansässige Landesverband Thüringen ist für Einheimische wie Menschen aus dem Umland wichtiges Beratungsorgan. Und auch dem städtischen Gesundheitsamt ist er ein wichtiger Partner, so engagiert sich der Verband
beim 1. Seniorengesundheitstag der Thüringer Landeshauptstadt.

Ich würde mir wünschen, dass von diesem Kongress viele Impulse ausgehen, dass er nicht nur den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gute Kontakte, Wissensaustausch und neue Erkenntnisse bringt, sondern über den Teilnehmerkreis hinaus auf Demenzerkrankungen aufmerksam macht. Denn was wir brauchen, ist eine Enttabuisierung dieses Themas, Aufklärung, Verständnis und den Abbau von Berührungsängsten.

Doch bei aller Wichtigkeit dieses Kongresses möchte ich Ihnen auch die Vorzüge der Thüringer Landeshauptstadt ans Herz legen. Ich hoffe, dass es Ihnen die Zeit erlaubt, sich in unserer Stadt ein wenig umzusehen. Erfurt kann auf mehr als 1.260 Jahre bewegte Geschichte zurückblicken, die in dem fast vollständig erhaltenen mittelalterlichen Stadtkern an beinahe jeder Ecke erlebbar ist. Nehmen Sie sich Zeit, lassen Sie sich von Ihrer Neugier treiben und gehen Sie auf Entdeckungstour.

Ich wünsche dem 5. Kongress der Deutschen Alzheimer Gesellschaft einen guten Verlauf und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen angenehmen Aufenthalt in Erfurt. Lernen Sie uns kennen und kommen Sie bald wieder.

Andreas Bausewein
Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Erfurt